Günther Haußmann · DAS URTEIL DES PARIS

ROTKLEE XXVI · Die Vollkommenheit des Fragments

Ausstellung vom 18. Mai bis 14. Juli 2019 im Atelier ROTKLEE · Putbus auf Rügen

 

Das Fragment als Gestaltungsobjekt und Kunstprojekt ist ein ewig typisches und »modernes« Phänomen. Es spiegelt unsere Zeit auf eine vielfältige Art und Weise, besetzt Positionen, die weit aus der Geschichte, der romantischen Fragmentkomposition (Schlegel, Novalis und Tieck) kommen und bis in die Neuzeit reichen. Nach Theodor W. Adorno drängt die »Kunst obersten Anspruchs über die Form als Totalität hinaus, ins Fragmentarische«. Exemplarisch für die Vollkommenheit des Fragmentes steht der Torso in der Skulptur. Von Rodin stammt der Satz: Schöner als eine schöne Sache ist die Ruine einer schönen Sache. Für viele Künstler hat das Fragment eine Faszination, weil in ihm wesentliche Aspekte der künstlerischen Gestaltung wie Abstraktion, Reduktion und Verfremdung angelegt sind. Gustav Seitz erkannte im Fragment gar die Lust am Unfertigen in einer Welt, die selbst nicht mehr heil ist. Das Ebenbegonnene, Liegengebliebene, Ungeordnete und Zufällige stehen höher im Kurs als das Klare und Vollkommene. Für den Betrachter ergibt sich die Chance, das Werk mit den eigenen Sinnen im Geiste zu vollenden.

Der Einladung von Walter G. Goes, Günther Haußmann und Frank Otto Sperlich, dieses Thema mit den jeweiligen künstlerischen Mitteln zu sondieren sind  die Gastkünstler Egon Arnold, Lotte Buch, Rainer Fest, Volkmar Herre, Hans-Werner Kratzsch, EllenNa Kock, Karen Kunkel, Matthias Langer, Grit Piolka, Sophie Preller und Monika Ringat mit Malerei, Collage, Fotografie, Skulptur und Objekt gefolgt.

Die Ausstellung ist bis 14. Juli 2019 jeweils Do bis So von 13 bis 18 Uhr in Putbus, Markt 10 zu sehen.

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