TAG DER OFFENEN TÜR

27.06.2021

Isabell Schulte „part IV“, Bleistift auf Papier, 218 x 316 cm, 2019

15–17 Uhr geöffnete Ateliers
Isabel Schulte (Berlin) – Malerei/Zeichnung
Gözde Filinta (Berlin) und Bettina Rohr (Zürich) – Kuration Kunst und Nachhaltigkeit
Christina Lindeberg (Borås) – Grafik/Installation

17 Uhr Konzert, Lesung und Vorstellung der Stipendiat*innen
Birgitta Flick (Berlin) – Komposition
Katharina Bendixen (Leipzig) – Literatur
Stefan Wieczorek (Aachen) – Literatur

Katharina Bendixen übersetzt Kinder- und Jugendbücher aus dem Englischen und schreibt selbst Geschichten für Kinder,  Jugend-liche und Erwachsene. 2016 erschien ihr Debütroman „Ich sehe Alles“ (poetenladen), der das Leben einer jungen Frau als Au-Pair in der fremden Stadt Budapest beschreibt. Darüber hinaus verantwortet sie die Prosa-Redaktion der Literaturzeitschrift „poetin“.
Geboren 1981 in Leipzig und dort lebend, studierte sie Buchwissenschaft und Hispanistik in Leipzig und Alicante. Für ihre Texte erhielt sie mehrere Auszeichnungen, u.a. ein Stipendium an der Akademie Schloss Solitude (2012/13), den Kranichsteiner Literaturförderpreis (2014) und ein Heinrich-Heine-Stipendium (2017). Zuletzt erschien „Mein weißer Fuchs. Erzählungen“ (poetenladen 2019). Sie ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland.

Stefan Wieczorek spielt beim Poesie-Übersetzen mit einer pragmatischen Denkfigur: mit dem Paradox, beim Übersetzen gleichzeitig Gast und Gastgeber zu sein. Als Gast in einer anderen Sprache, im Gedicht eines anderen, beim Übersetzen befindet er sich im paradoxalen Spiel von Distanz und Nähe, Interaktion und Dialog, Zufall und Intuition beginnen ihr Spiel. Er ist Übersetzer aus dem Niederländischen, Literaturwissenschaftler und Essayist. Er publizierte Beiträge zur Lyrik des 20. Jahrhunderts und zur Intermedialität/ Transmedialität. U.a. gibt er die Reihe „Literatur aus Flandern“ im Leipziger Literaturverlag heraus.
1971 in Koblenz geboren und heute in Aachen lebend, studierte er zunächst Neuere deutsche Literatur, Komparatistik und Soziologie in Marburg, Bochum und Utrecht und beendet das Studium mit einem Masterabschluss. Nach seiner Promotion 2006 arbeitete er unter anderem als Dozent und Forscher an der RWTH Aachen. Stefan Wieczorek wurde mit Aufenthaltsstipendien in den Niederlanden und Deutschland gefördert.  Zuletzt erschienen in seiner Übersetzung der Lyrikband „Nachtdrift“ von Charlotte Van den Broeck und der Roman „Der Menschenheiler“ von Koen Peeters.

Birgitta Flick lebt als Saxophonistin und Komponistin in Berlin. Sie bewegt sich kompositorisch und musikalisch im durchlässigen Feld des Jazz und der zeitgenössischen Komposition sowie Improvisation. Aktuelle Projekte sind das „Birgitta-Flick-Quartet Berlin“ und die deutsch-schwedisch-finnische Band „Flickstick,“ mit der sie 2012 den Jazz Baltica Förderpreis gewann. Sie spielte u.a. im Nico Lohmann Quintett, im Duo mit der New Yorker Pianistin Carol Liebowitz und im Quintett der Stockholmer Sängerin Cajsa Zerhouni.
Geboren 1985 in Filderstadt, aufgewachsen in Neubrandenburg, studierte sie Saxophon am Jazz-Institut Berlin (UdK/HfM „Hanns Eisler“). Am Royal College of Music Stockholm schloss sie im Sommer 2020 ihr Kompositionsmasterstudium ab. Unter ihren zahlreichen Stipendien und Förderungen sind beispielsweise das Stipendium des Senats Berlin für private Studien bei Connie Crothers in New York (2014) und die Künstlerförderung Birgitta Flick Quartett durch die Initiative Musik gGmbH (2018-2019). 2018 war sie Finalistin beim Neuen Deutschen Kompositionspreis in Mannheim. Seit 2015 fungiert Birgitta Flick als künstlerische Leitung der jährlichen Sommer-Jazzkonzertreihe „In Spirit“ an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin.

Christina Lindeberg verwendet in ihrer Arbeit oft grafische Drucktechniken und benutzt für ihre zu klarer Abstraktion neigenden Werke verschiedenste Materialen wie Acrylglas oder Aluminium. Auch in Installationen ist wie in der druckgrafischen Arbeit die Natur ihre Inspiration, die sie mit einer Hinwendung zum Menschlichen beschreibt. Das Aufspüren und Entstehen feinster Strukturen oder essentiell anmutenden Reduzierungen auf Papier können dabei ebenso eine Rolle spielen wie die Eroberung skulpturaler Räume.
1953 im schwedischen Borås geboren und dort lebend, studierte sie von 1981-84 Druckgrafik am Grafikskolan Forum Malmö/Schweden. Ausstellungsbeteiligungen und Einzelausstellungen führten sie zuletzt u.a. zur Internationalen Kunstbiennale „Frische Winde“ in Island (2018), in das Borås Art Museum (2018 und 2019) oder zur Galerie Müllers in Rendsburg (2019). Sie erhielt den Erik Wessel-Fougstedts Award und Stipendien durch die schwedische Künstlerförderung. Ihre Werke befinden sich u.a. in den Kunstmuseen Borås, Göteborg, Malmö, Ystad oder im Mino Wasaki Museum Japan. Seit 2002 ist sie Mitgestalterin des Ausstellungszentrums Ålgården in Borås und seit 2014 Herausgeberin des schwedischen Druckmagazins „grafiknytt“.

Isabel Schultes künstlerische Praxis sind großformatige Bleistiftzeichnungen, die in kontinuierlicher Arbeit über mehrere Monate entstehen. Die rhythmisch aneinandergereihten Striche und sich wiederholenden Formen bilden im Entstehungsprozess Strukturen, die sich scheinbar unendlich fließend auf der Bildfläche ausbreiten. Parallel zu ihren Gedanken fließt der Bleistiftstrich und umgekehrt. Die Zeichnerin nutzt damit eine Darstellungsform, die Zeiterfahrung und das Vergehen der Zeit als relatives Phänomen sichtbar macht.
1987 in Eckernförde geboren und heute in Berlin lebend, studierte sie von 2010 bis 2012 Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und anschließend Bildende Kunst an der Universität der Künste Berlin. 2016 war sie zudem Meisterschülerin bei Christine Streuli. Schulte gewann bereits mehrere Preise, unter anderem den Förderpreis Valery und Prof. Kurt Schulz-Schönhausen, vergeben von der Stiftung Kunstfonds Bonn sowie ein Jahresstipendium im Künstlerhaus Meinersen. Ihre Werke wurden u.a. 2018 in der Ausstellung „Anonyme Zeichner“  in der Galerie im Körnerpark in Berlin und in der Ausstellung zum Förderpreis Junge Kunst in der Rathausgalerie Reinickendorf in Berlin ausgestellt.

Alle Veranstaltungen finden live oder digital statt: aktuelle Informationen dazu finden sie auf unserer Website www.kuenstlerhaus-lukas.de

Künstlerhaus Lukas

18347 Ahrenshoop
Dorfstraße 35
Tel.: +49 38220-6940
URL: www.kuenstlerhaus-lukas.de
E-Mail: post@kuenstlerhaus-lukas.de

Weitere Veranstaltungen

25.07.2021
TAG DER OFFENEN TÜR

15–17 Uhr geöffnete Ateliers
Judith Dobler (Berlin) – Design/Kunsthandwerk
Albrecht Pischel (Berlin) – Fotografie/Video/Installation
Stefanie Schroeder (Leipzig) – Fotografie/Video
Luise von Nobben (Berlin) – Kuration

17 Uhr Konzert und Vorstellung der Stipendiat*innen
Ansgar Beste (Münster) – Komposition

21.08.2021
LANGE NACHT DER KUNST

26.09.2021
TAG DER OFFENEN TÜR

15–17 Uhr geöffnete Ateliers
Claudia van Hasselt (Berlin) – Kuration
Lutz Dammbeck (Berlin) – Malerei/Zeichnung/Bühnenbild (Ehrengast)
Franziska Reinbothe (Leipzig) – Malerei/Zeichnung
Pauline Christensen (Odense/Schweden) – Grafik

17 Uhr Lesung, Konzert und Vorstellung der Stipendiat*innen
Steffen Schleiermacher (Leipzig) – Komposition
Marie Gamillscheg (Berlin) – Literatur

02. - 03.10.2021
KUNST HEUTE - zeitgenössische Kunst in MV

03.10.2021
20. AHRENSHOOPER LITERATURTAGE – LESUNG

um 17 Uhr LESUNG mit Katrin Sobotha-Heidelk aus ihrem Roman „Interzonenjahre“

24.10.2021
TAG DER OFFENEN TÜR

15–17 Uhr geöffnete Ateliers
Tim Deniz-Heide (Berlin) – Fotografie/Video
Catharina Szonn (Frankfurt) – Skulptur/Installation
Andrea Imwiehe (Berlin) – Malerei/Zeichnung (Kooperation AOK)
Gaststipendiat*in der Kunststiftung Sachsen/Anhalt

17 Uhr Lesungen und Vorstellung der Stipendiat*innen
Tobias Reußwig – Preisträger Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern 2020
Natascha Wodin (Berlin) – Ehrengast Literatur

28.11.2021
TAG DER OFFENEN TÜR

15–17 Uhr geöffnete Ateliers
Alexander Matveev (Kaliningrad/Russland) – Fotografie
Gaststipendiat*in aus Hollufgård/Dänemark
Benjamin Ochse (Berlin) – Kuration

17 Uhr Lesung, Filmpräsentation und Vorstellung der Stipendiat*innen
Katrin Gebbe (Berlin) – Drehbuch
2 Stipendiat*innen für Drehbuch in Kooperation mit dem Filmkunstfest Schwerin

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