Stephanie Lüning, Transformer

TATORT

Spurensuche zwischen Tricks und Täuschung

Ausstellung vom15.Oktober bis 29.Oktober 2022
Dezernat5, 19053 Schwerin, Franz-Mehring-Straße 11

Eröffnung 14.10.2022 um 19 Uhr, es spricht Prof. Dr. Wolfgang Vogt

Künstler: Tino Bittner, Udo Dettmann, Stephanie Lüning, Katharina Neuweg und Thomas Sander.

Der Tatort verweist auf den Ort der Entstehung der Kunst und auf den Ort ihrer Rezeption. Beides verbindet sich im Dezernat5, das sich als Experimentierfeld für künstlerische Auseinandersetzungen versteht. Kann ein Galerieraum zum TATORT werden oder ist es nicht vielmehr schon das Atelier, in dem sich von der Planung bis Entstehung eines Kunstwerkes manifestiert, was zuvor lediglich als Idee existierte? Andererseits wird ein Kunstwerk erst mit dem Betrachter vollständig. Also macht die Rezeption die Tat erst zur Tat? Hier wird zumindest vorsätzlich gehandelt. Das Publikum kann in der Rolle eines Detektivs private Ermittlungen betreiben, um den Motiven auf die Spur zu kommen; Observation im Spiegel von Kunstwerken, die ihrerseits mit Tricks und Täuschung arbeiten. Die Beweislage ist jedoch keinesfalls eindeutig. Verwischte Spuren, falsche Alibis, dünne Indizien, und doch liegt die Tatwaffe vor aller Augen sichtbar auf dem Tisch. Die Wahrnehmung also als Spurensicherung, die Hinweise auf den Tathergang gibt? Die Rollen von Opfern, Tätern, Zeugen und Komplizen scheinen ständig vertauscht. Der Ort ermöglicht dieses genussvolle Vexierspiel erst, indem er zur Kulisse und Bühne gleichermaßen wird; zum Tatort eben. Die Tatwaffen sind Intuition und künstlerisches Vokabular.

website Dezernat5

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