Yvonne von Schweinitz · Frauen, Minarettturm, Herat

YVONNE VON SCHWEINITZ · Gesichter Afghanistans

Ausstellung vom 14. Oktober bis 2. Dezember 2018 in der Kunsthalle Kühlungsborn


Erfahrung einer alten Welt. Fotografien aus dem Jahr 1953
Ausstellung vom 14. Oktober bis 2. Dezember 2018

In Zürich 1953 mit dem Auto gestartet, führt die journalistische Reise die Fotografin Yvonne von Schweinitz – die sie gemeinsam mit dem Dokumentarfilmer Hans von Meiss-Teuffen (1911-1984) unternimmt – sieben Monate durch Kleinasien, den Irak, Iran nach Afghanistan und Pakistan. Während ihres dreimonatigen Aufenthalts im Vielvölkerstaat Afghanistan besucht sie u.a. die Orte Herat, Farah, Kandahar, die Hauptstadt Kabul, Ghazni, das Bamiyan-Tal mit den berühmten Buddha-Statuen und überquert auf unbefestigten Wegen den Khyber-Pass nach Peshawar/Pakistan in das damals noch autonome Swat-Tal.

Ausgerüstet mit einer Leica und einer Rolleiflex sind auf ihren Fahrten durch Afghanistan, die jeweils von Kabul ausgingen, zahlreiche Schwarz-Weiß-Fotografien entstanden. Die Kuratoren Claus Friede und Mathias v. Marcard haben eine Vielzahl der einzigartigen Aufnahmen ausgewählt, die vom 14. Oktober bis 2. Dezember 2018 in der Kunsthalle Kühlungsborn präsentiert werden.

Die Fotografien gelten nicht nur ethnologisch als Raritäten, sondern zeigen selten wahrgenommene und vielschichtige Seiten des Landes am Hindukusch. Auf eindrucksvolle Weise dokumentiert Yvonne v. Schweinitz das Leben, die Menschen, die Kulturen, Clans und Stämme in Afghanistan zu einer Zeit, als es in diesem Land friedlich war.

Yvonne v. Schweinitz (1921-2015), geborene Gräfin von Kanitz, entstammt einer alten ostpreußischen Familie. Während des Studiums in den frühen 50er-Jahren in Freiburg/Br. (Romanistik, Kunstgeschichte) begann sie eine Zusammenarbeit mit dem renommierten Pressefotografen Willy Pragher (1908-1992), in dessen Archiv auch ihre späteren Fotoarbeiten aufgenommen wurden. Ihr fotografischer Nachlass ist seit 2015 in Berlin im Estate Yvonne v. Schweinitz zusammengefasst.

Die Ausstellung
Afghanistan beherrscht seit Jahrzehnten die mediale Aufmerksamkeit der westlichen Welt. Noch immer sind den meisten von uns das Land, die Kulturen und die Menschen fremd. Die Ausstellung präsentiert ein Stück der Ursprünglichkeit dieser Vielvölkerregion, soll Zusammenhänge sichtbar machen und über seine Vielfalt informieren. Die Menschen sowie die schönen Landschaften, die verschiedenen Kulturen, das teils noch archaische Leben und die Jahrtausend-alte wechselvolle Geschichte stehend im Fokus von „Gesichter Afghanistans“.

Eine Ausstellung von Claus Friede*Contemporary Arts und Marcard Pro Arte & V V GmbH, Hamburg.

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