TAG DER OFFENEN TÜR

28.06.2020

Offene Ateliers von 15-17 Uhr
Hyunho Park (Berlin) – Skulptur/Installation
Nicole Cogiel und Julia Beck (Berlin) – Kuration Kunst und Nachhaltigkeit Vanessa Souli (Berlin) – Kuration
Gaststipendiat*in aus Malmö/Schweden

Lesungen und Tanzperformance um 17 Uhr
Isabel Cole (Berlin) – Literarische Übersetzung/Prosa
Susanne Stephan (Stuttgart) – Prosa
Cécile Bally (Berlin) – Tanz/Performance

TANZ

Cécile Bally ergründet humoristisch die Bereiche der Rationalität und des magischen Realismus in Performances. Zudem beinhalten diese Performances Wurzeln aus dem Genre der Science-Fiction, aus der Sozialkritik sowie einer utopischen als auch dystopischen Durchleuchtung von Entitäten, triggernden Träumen und Alpträumen. Die Betrachtungen aus der Bachelorarbeit zum Thema „Entscheidungstheorie über die Ideenentstehung und -entwicklung in Tanzproben-Prozessen“ finden bis heute in Ihrer künstlerischen Arbeit einen Platz.
Sie ist eine französische, 1989 in Paris geborene, in Berlin ansässige Choreografin und Performerin, die im Bereich Tanz und Choreographie am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz der Universität der Künste Berlin graduierte. Ihre Arbeiten wurden unterstützt und aufgeführt u.a. in Spielstätten wie den Sophiensaelen, im Bauhaus Dessau oder im Het Veem Theater in den Niederlanden. Sie erhielt u.a. die Goethe Institut Nachwuchsförderung 2015, eine Einstiegsförderung der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa 2017 oder eine Unterstützung aus der  Haupstadtkulturfonds Förderung 2018 und 2019.

LITERATUR
„Die Übersetzerin und Autorin Isabel Fargo Cole hat vor allem für Figuren eine Begabung, wohl weil eine Amerikanerin die ethnographischen Eigenarten besser einfängt als viele popmagazinmäßig daherkommende Berlin-Romane und sei an und für sich schon eine Pointe“ – so Maike Albath über ihren Roman „Das Gift der Biene“. Die Schilderungen vermitteln tatsächlich etwas von der speziellen Berliner Atmosphäre jener Zeit, als man von einer Mischung aus Underground, trotzigen Beharrungskräften, ernst zu nehmenden Kunstprojekten und Goldgräbertum umgeben war.
Geboren 1973 in Galena, Illinois/USA, wuchs sie in New York City auf und studierte Geisteswissenschaften an der University of Chicago. Seit 1995 lebt sie in Berlin als Autorin und Übersetzerin aus dem Deutschen u.a. von Annemarie Schwarzenbach, Wolfgang Hilbig, Franz Fühmann und Alexander Kluge. Ihre Übersetzung von Wolfgang Hilbigs „Alte Abdeckerei“ wurde 2018 mit dem Helen & Kurt Wolff Prize ausgezeichnet. Seit 2005 schreibt sie auf Deutsch und veröffentlicht Kurzprosa und Essays u.a. in Sinn und Form. Ihr Romandebüt „Die grüne Grenze“ (Edition Nautilus, 2017) wurde für den Klaus-Michael-Kühne-Prize 2017 und 2018 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Ihr zweiter Roman „Das Gift der Biene“ erschien 2019 in der Edition Nautilus und wurde für die LiteraTour Nord ausgewählt.

Susanne Stephan schreibt Lyrik und Prosa. Derzeit arbeitet sie an einem historischen Roman und an einem essayistisch-erzählenden Projekt zur Geschichte der Feuerplätze und Brennstoffe: von der Weitergabe der Mythen am Lagerfeuer über das Erzählen am Kamin und das Philosophieren am verborgenen Feuer eines Kachelofens bis zum heutigen ‚Streamen‘ von Serien und ‚Fireplace‘-Videos. Über ihre Lyrik spricht Jenny Erpenbeck in einer Laudatio: „Die Gedichte sind scharf, sie kippen, sie tun sich plötzlich auf, wo man es nicht erwartet, sie schauen die Dinge verkehrt herum an, aber vor allem tun sie etwas, was nach aller Befreiung der Sprache, die wir hinter uns haben (…) mir als Segen erscheint: Sie bringen Gedanken zum Vorschein.“
1963 in Aachen geboren, lebt sie heute in Stuttgart. Sie veröffentlichte Gedichtbände, zuletzt den Band „Nelken“ in der Reihe Naturkunden von Matthes & Seitz. Sie erhielt mehrere Preise und Stipendien, unter anderem für das Deutsche Studienzentrum in Venedig und für die Casa Baldi in Olevano Romano.

KURATION
Wie viel von dem, was wir wollen, brauchen wir? Dieser Frage widmet die Gastkuratorin Vanessa Souli ihre Ausstellung „Paganismus“ die im September im Neuen Kunsthaus gezeigt werden wird. Dabei konzentriert sie sich in ihrer kuratorischen Forschung auf das Zeitalter des Anthropozän und welche Bedeutung das Heidentum darin hat. Für das Projekt wählte sie fünf künstlerische Positionen aus, in denen die Beziehung von Text und Bild besondere Bedeutung in diesem Themenkomplex haben.
Sie wurde 1992 in Athen geboren und lebt heute in Berlin. Nach Absolvierung eines BA in englischer Sprache und Literatur und eines MA in Kunstmanagement mit Schwerpunkt auf Kuration ist sie derzeit als freie Kuratorin, Autorin und Kulturmanagerin tätig. Sie arbeitete unter anderem für die Biennale von Thessaloniki 2015, das Staatliche Museum für Zeitgenössische Kunst in Thessaloniki, das Athens Digital Arts Festival und das Museum Barberini. Zudem betreut sie seit 2017 zahlreiche Ausstellungen in den Niederlanden, Berlin, Leipzig und Potsdam und veröffentlicht Artikel in Kunstmagazinen wie dem „Art Dependence“.

BILDENDE KUNST
HyonHo Parks Installationen sind geprägt durch Fragestellungen zur Virtualität der künstlerischen Arbeit, der gesellschaftlichen Verfasstheit postindustrieller Standorte und den Optionen künstlerischer Produktionen in heutigen Verhältnissen. Dabei untersucht und entwickelt er alternative Methoden von Malerei, beispielsweise in seinem Arbeitsraum „Temporäre Autonome Zone (TAZ)”.
1982 in Wonju/Korea geboren und heute in Berlin lebend, studierte er Fotografie am Seoul Institute of the Arts, sowie Bildhauerei/Public Art als Diplom und Meisterstudium bei Prof. Georg Winter an der Hochschule der Bildendenden Künste Saar. Seine Werke präsentierte er bereits in mehreren Einzel- und Gruppenausstellungen, wie Volume V in der Kunsthalle Mannheim, no lemons no melon no melons no lemon im oMo artspace Berlin, TAZ in der Galerie Kiosk24 in Herford oder zuletzt Time Crystals im OKK Raum29 Berlin.

Künstlerhaus Lukas

18347 Ahrenshoop
Dorfstraße 35
Tel.: +49 38220-6940
URL: www.kuenstlerhaus-lukas.de
E-Mail: post@kuenstlerhaus-lukas.de

Weitere Veranstaltungen

26.04.2020
TAG DER OFFENEN TÜR

Offene Ateliers von 15-17 Uhr
Kristina Paustian (Berlin) – Video/Installation
Annika Grabold (Hamburg) – Fotografie/Video
Alexey und Anton Yakovlev (Kaliningrad/Russland) – Malerei
Nicole Cogiel und Julia Beck (Berlin) – Kuration

Konzert und Lesung um 17 Uhr
Alberto Fiori (Berlin) – Komposition
Gaststipendiat*in des Baltischen Zentrums
für Schriftsteller und Übersetzer Visby/Schweden

31.05.2020
TAG DER OFFENEN TÜR

Offene Ateliers von 15-17 Uhr
David Kroell (Berlin) – Skulptur/Installation
Lisa Wilkens (Berlin) – Malerei/Zeichnung
Pilvi Ojala (Hämeenlinna/Finnland) – Malerei/Zeichnung
Nicole Cogiel und Julia Beck (Berlin) – Kuration Kunst und Nachhaltigkeit
Gaststipendiat*in der NES Artist Residency Skagaströnd/Island
Gaststipentiat*in der Fynsk Grafiske Verkstad Odense/Dänemark

Lesung um 17 Uhr
Doris Kouba (Hamburg) – Literatur

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