TAG DER OFFENEN TÜR

31.05.2020

Offene Ateliers von 15-17 Uhr
David Kroell (Berlin) – Skulptur/Installation
Lisa Wilkens (Berlin) – Malerei/Zeichnung
Pilvi Ojala (Hämeenlinna/Finnland) – Malerei/Zeichnung
Nicole Cogiel und Julia Beck (Berlin) – Kuration Kunst und Nachhaltigkeit
Gaststipendiat*in der NES Artist Residency Skagaströnd/Island
Gaststipentiat*in der Fynsk Grafiske Verkstad Odense/Dänemark

Lesung um 17 Uhr
Doris Kouba (Hamburg) – Literatur

BILDENDE KUNST

Lisa Wilkens bewegt sich mit ihrer Arbeit entlang der Schnittstelle von Zeichnung und Druckgrafik, Produktion und Reproduktion, Technik und Technologie, Mensch und Maschine. Dabei geht es ihr immer wieder um das Nachdenken, Erkennen, Hinterfragen, Benennen und Visualisieren von Produktionsverhältnissen und -interessen. Sie wurde 1978 in Berlin geboren, wo sie auch heute lebt und arbeitet. Nach ihrem Studium der wissenschaftlichen Illustration in Zürich/Schweiz absolvierte sie ihren Master in Bildender Kunst mit Schwerpunkt Druckgrafik am Camberwell College London/UK. Sie nahm teil am post-akademischen Forschungsprogramm des Higher Institute for Fine Arts (HISK) in Gent, Belgien und erhielt über die Ludwig-Stiftung eine Gastprofessur für Druckgrafik an der Kunsthochschule Weißensee, Berlin. Ihre Arbeiten wurden in Einzelausstellungen wie der PAPER Gallery Manchester/England sowie der Galerie Mitte in Bremen und dem Projektraum Arrière-Pensée in Gent/Belgien gezeigt. Lisa Wilkens nahm unter anderem an Gruppenausstellungen im ICA, Saatchi Gallery und Block 336 in London, sowie im ISELP und im BOZAR in Brüssel, Belgien teil

David Kroell arbeitet mit minimalen räumlichen Interventionen, mit kleinen Eingriffen, Resten, Veränderungsprozessen. Seine Ausstellungen werden – an der Grenze zwischen Raum, Zeit/Prozess und Besucher*in – zum „Material“, das skulptural geformt und seiner Eigendynamik überlassen wird: Wände „häuten“ sich im Laufe der Ausstellung selbst, Böden zeichnen die Bewegungen der Besucher*innen auf oder architektonische Details werden nahtlos – zwecklos – in die Decken des Raumes eingepasst.
Geboren 1985 in Xanten, heute lebt und arbeitet er in Berlin. Er studierte Bildende Kunst an der Universität der Künste Berlin bei Rebecca Horn und Gregor Schneider. Neben dem Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds Bonn erhielt er eine Projektförderung der Akademie der Künste, sowie Residenzaufenthalte in Wien, Kiew, Istanbul und Bahrain. Seine Arbeiten wurden in Einzel- und Gruppenausstellungen u.a. in der Kunsthalle Recklinghausen, Adhoc Bochum, Haus am Kleistpark, Bourouina Gallery Berlin, Künstlerhaus Dortmund, b-05 Montabaur, Kunstverein Heidelberg und Kunsthalle Bremerhaven gezeigt.

Pilvi Ojala experimentiert in ihren Malereien mit der Dreidimensionalität und dies ausschließlich durch Wasserfarben auf Papier. Gefundene Objekte, die in verschiedensten Zusammenhängen stehen, erkundet sie neu. Die Vulnerabilität der Natur hat dabei eine besondere Bedeutung. Dafür untersucht sie oft im Voraus mit ihrer Schwester, einer Expertin für Limnologie (Seenkunde), das lokale Biotop und die Ökosysteme an der Ostsee. Die 1973 in Helsinki/Finnland geborene und in Launonen/Finnland wohnende Künstlerin studierte an der Academy of Fine Arts Helsinki. Ihre Werke waren in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen, u.a. in der Galerie TOOLBOX in Berlin, in der Riihimäki Glass Factory, bei der KORKI PskovART am Dom na Nabereznoi in Pskov/Russland, in der Into the woods in Bergen, Norwegen oder auf der SUPERMARKET - Stockholm Independent Art Fair, Schweden. Pilvi Ojala ist zu Gast innerhalb des Stipendienaustauschprogramms der ARS Häme-Galerie Hämeenlinna/Finnland.

LITERATUR
Die Literaturübersetzerin Doris Kouba resümiert über ihr Schreiben sehr eindrucksvoll: „Als Kind von Exilierten gewinnt man vielleicht einen besonderen Bezug zu Vatersprache und Mutterland, mithin zu Mutter Sprache als Haus des Seins. Und begreift: Übersetzen und Schreiben als Ausdruck der conditio humana sind der unwiderlegbarer Beweis für die Gabe des Menschen, nicht nur zu denken und zu fühlen, sondern dies auch zu kommunizieren. Wenn zuweilen Sprachlosigkeit herrscht, sehnt man sich doch nach der Kraft des Wortes.“ Als Tochter einer Sudetendeutschen und eines Tschechen wurde sie 1974 in Darmstadt geboren und lebt heute in Hamburg, Prag und Königgrätz. Nach 7 Jahren brach sie ihr Jura-Studium ab, um danach Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Slavistik, Politische Wissenschaften und Journalistik an der Universität Hamburg zu studieren. Seit 2000 arbeitet sie als freiberufliche Übersetzerin aus dem Tschechischen, Slowakischen und Englischen und wurde bereits für einige ihrer Veröffentlichungen ausgezeichnet. Derzeitige Übersetzungsprojekte aus dem Tschechischen sind Ivan Matoušeks Novelle „Oslava“ (Die Feier) und Milena Slavickás Erzählband „Ona“ (Sie). Zwei ihrer eigenen Romanprojekte tragen die Arbeitstitel „Amaurosis fugax“ und „Beim steinern Kreuz“.

KURATION
Nicole Cogiel und Julia Beck gestalten unter dem Titel MUTOPIA das erste dreimonatige Umweltstipendium in der Kooperation von Künstlerhaus Lukas und Neuem Kunsthaus. Ausgehend von ausgewählten künstlerischen Beiträgen wird das Thema Nachhaltigkeit mit einem interaktiven und interdisziplinären Ansatz in co-kreativen Formaten in unterschiedlichen Lebensbereichen erlebbar und spürbar gemacht. Durch die Verbindung von Kunst, Begegnung und Austausch, Emotionen und aktivem Tun, werden während der Ausstellungszeit gemeinsam beispielgebende konkrete Lösungsansätze für ein aktives nachhaltiges Leben entwickelt. 1982 in Duisburg geboren und in Berlin lebend, studierte Nicole Cogiel angewandte Geographie, Soziologie und Ethnologie an der Universität Trier und in Bergen/Norwegen. Heute arbeitet sie freiberuflich als kreative Prozessbegleiterin und Coach. Sie begleitet zukunftsgerichtet Veränderungs- und Strategieprozesse von Unternehmen, Teams und Einzelpersonen und nutzt dabei Methoden aus dem Design Thinking, systemischen und agilen Coaching sowie den Prinzipien der Achtsamkeit.
Julia Beck, 1988 in Feldkirch/Österreich geboren, studierte Unternehmensführung in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft am Management Center Innsbruck/Österreich sowie Innovation and Management in Tourism an der Fachhochschule Salzburg/Österreich. Heute ist sie mit einer Kreativagentur für Konzeptentwicklung und Projektbegleitung in Frastanz/Österreich selbständig tätig. Ihr Fokus liegt darauf, Erlebnisse zu kreieren, (öffentliche) Räume zu gestalten, Begegnungen zu schaffen und Möglichkeiten für Perspektivenwechsel zu bieten.

Künstlerhaus Lukas

18347 Ahrenshoop
Dorfstraße 35
Tel.: +49 38220-6940
URL: www.kuenstlerhaus-lukas.de
E-Mail: post@kuenstlerhaus-lukas.de

Weitere Veranstaltungen

26.04.2020
TAG DER OFFENEN TÜR

Offene Ateliers von 15-17 Uhr
Kristina Paustian (Berlin) – Video/Installation
Annika Grabold (Hamburg) – Fotografie/Video
Alexey und Anton Yakovlev (Kaliningrad/Russland) – Malerei
Nicole Cogiel und Julia Beck (Berlin) – Kuration

Konzert und Lesung um 17 Uhr
Alberto Fiori (Berlin) – Komposition
Gaststipendiat*in des Baltischen Zentrums
für Schriftsteller und Übersetzer Visby/Schweden

28.06.2020
TAG DER OFFENEN TÜR

Offene Ateliers von 15-17 Uhr
Hyunho Park (Berlin) – Skulptur/Installation
Nicole Cogiel und Julia Beck (Berlin) – Kuration Kunst und Nachhaltigkeit Vanessa Souli (Berlin) – Kuration
Gaststipendiat*in aus Malmö/Schweden

Lesungen und Tanzperformance um 17 Uhr
Isabel Cole (Berlin) – Literarische Übersetzung/Prosa
Susanne Stephan (Stuttgart) – Prosa
Cécile Bally (Berlin) – Tanz/Performance

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