TAG DER OFFENEN TÜR

26.04.2020

Offene Ateliers von 15-17 Uhr
Kristina Paustian (Berlin) – Video/Installation
Annika Grabold (Hamburg) – Fotografie/Video
Alexey und Anton Yakovlev (Kaliningrad/Russland) – Malerei
Nicole Cogiel und Julia Beck (Berlin) – Kuration

Konzert und Lesung um 17 Uhr
Alberto Fiori (Berlin) – Komposition
Gaststipendiat*in des Baltischen Zentrums
für Schriftsteller und Übersetzer Visby/Schweden

BILDENDE KUNST

Annika Grabolds künstlerisches Denken und Schaffen ist geprägt davon, Strukturen und Konzepte, sprich Meta-Ebenen in ihrer Umgebung zu beobachten und diese fotografisch umzusetzen, bzw. darzustellen. Natur- und wissenschaftliche Denkmodelle spielen dabei oft eine Rolle, die hin und wieder zu einem höheren Grad der visuellen Abstraktion führen. Ihre Arbeiten sind als ganzheitlicher Prozess zu verstehen - in der Regel beginnend an einem ganz persönlichen Punkt, Dilemma oder einer Problematik auf stark emotionaler Basis. 1995 in Langen/Hessen geboren und heute in Hamburg lebend, studierte sie an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und an der Estonian Academy of Arts, Tallinn sowie an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. Ihre Werke waren in den Ausstellungen „plexus“ in der ISFAG Gallery Tallinn, „Comment ai-je pu me perdre?” im Goethe Institut Paris, „Durchdringung“ in den Opelvillen Rüsselsheim (Einzelausstellung) oder „Junge Kunst mit Zukunft“ im Museum für Angewandte Kunst Frankfurt zu sehen. Zudem erhielt sie den Fotoförderpreis der Deutschen Börse Photography Foundation (2017), die Katalogförderung der Union Investment Stiftung (2017), sowie eine Shortlistplatzierung als »Beste Nachwuchsarbeit« des Vonovia Award für Fotografie (2018).

Kristina Paustian sieht hinter jedem System immer den Menschen als ein spannendes, ein träumendes und ein bedrohliches Subjekt. In ihren Projekten sucht sie das Gleichgewicht zwischen kritischer Realität und der Fiktion; zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart. Somit spielen Utopien und Dystopien und die Verhältnisse zwischen Gesellschaftssystemen und Individuen eine bedeutsame Rolle in ihren Videos.
1985 in Omsk/Russland geboren und heute in Berlin lebend, studierte sie in der Klasse Medienkunst und Narrativer Film bei Thomas Arslan an der Universität der Künste Berlin. Für ihren ersten Dokumentarfilm „ZAPLYV – Die Schwimmer“ (2015, 77 min.) erhielt sie den ARTE Dokumentarfilmpreis für den besten Film und war 2017 Teil des Berlinale Talenteprogramms. Zudem war sie Stipendiatin des ElsaNeumann Programms, sowie der Robert Bosch Stiftung. Ihre Arbeiten wurde u.a. auf der Athen Biennale, dem Maxxi Museum Rom, der Volksbühne Berlin oder dem Torino Film Festival gezeigt.

Für die Zwillingsbrüder Alexey und Anton Yakovlev haben Jazz und Malerei vieles gemeinsam, da sowohl Improvisation als auch eine gut strukturierte Komposition für beide notwendig sind. Diese Gemeinsamkeiten fließen in die Arbeitsweise ihrer Malerei ein. Inspiriert werden die Werke meistens durch alltägliche Situationen und Gegenstände. Dabei ergibt sich manchmal erst nach Fertigstellung ein nicht vordergründig geplanter Sinnzusammenhang, was dem Arbeitsprozess seinen Reiz und Bedeutung verleiht.
Sie wurden 1982 in Kaliningrad/Russland geboren. Während Alexey an der Immanuel Kant Baltic University seinen Abschluss in russischer Philologie machte, graduierte Anton am College of Music Rachmaninov. Zwar erhielten beide keine professionelle Malausbildung, aber vor über zwei Jahren begannen beide die Malerei als gegenseitig bereichernden künstlerischen Prozess zu entwickeln. Ihre Werke wurden bereits in den Gruppenausstellungen „Survival Kit 10.1. Outlands“ im Latvian Center for Contemporary Art in Riga sowie „Exhibition of Young Artists“ im House of Artists in Kaliningrad ausgestellt.

KOMPOSITION
Die Kompositionen von Alberto Fiori sind durchzogen von Fragestellungen zu Zeit und Erinnerung. Unter Verwendung verschiedener Applikationsmedien agiert der Komponist in unterschiedlichen musikalischen Feldern und erforscht dabei, wie der Raum mit der Zeit, die Form mit dem Rhythmus nachhallt. Um seine musikalischen Visionen auszudrücken, macht er Gebrauch von verschiedenen Instrumenten, Techniken und Technologien. 1976 in Rom geboren und heute in Berlin lebend, studierte er Disciplines of Art Music and Theatre an der Bologna Universität, Italien, legte seinen Bachelor in Angewandter Musik am Bologna G.B Martini Konservatorium für Musik und seinen Master cum laude im Ferarra G. Frescobaldi Konservatorium ab und besuchte die Meisterklasse von Salvatore Sciarrino, Roscoe Mitchell aund Anthony Braxton. Für seine Arbeiten gewann er mehrere Preise und Stipendien im In- und Ausland, darunter eine Residenz am Omi International Arts Center New York, USA oder 2005 den Preis für den besten Pianisten beim internationalen Jazz Festival „Ai Confini tra Sardegna e Jazz“, Sant’Anna Arresi, Italien. Seine Stücke wurden u.a. in den Sophiensaelen (Berlin), dem Sziget Festival (Budapest) oder dem Bologna Opera House aufgeführt.

KURATION
Nicole Cogiel und Julia Beck gestalten unter dem Titel MUTOPIA das erste dreimonatige Umweltstipendium in der Kooperation von Künstlerhaus Lukas und Neuem Kunsthaus. Ausgehend von ausgewählten künstlerischen Beiträgen wird das Thema Nachhaltigkeit mit einem interaktiven und interdisziplinären Ansatz in co-kreativen Formaten in unterschiedlichen Lebensbereichen erlebbar und spürbar gemacht. Durch die Verbindung von Kunst, Begegnung und Austausch, Emotionen und aktivem Tun, werden während der Ausstellungszeit gemeinsam beispielgebende konkrete Lösungsansätze für ein aktives nachhaltiges Leben entwickelt. 1982 in Duisburg geboren und in Berlin lebend, studierte Nicole Cogiel angewandte Geographie, Soziologie und Ethnologie an der Universität Trier und in Bergen/Norwegen. Heute arbeitet sie freiberuflich als kreative Prozessbegleiterin und Coach. Sie begleitet zukunftsgerichtet Veränderungs- und Strategieprozesse von Unternehmen, Teams und Einzelpersonen und nutzt dabei Methoden aus dem Design Thinking, systemischen und agilen Coaching sowie den Prinzipien der Achtsamkeit.
Julia Beck, 1988 in Feldkirch/Österreich geboren, studierte Unternehmensführung in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft am Management Center Innsbruck/Österreich sowie Innovation and Management in Tourism an der Fachhochschule Salzburg/Österreich. Heute ist sie mit einer Kreativagentur für Konzeptentwicklung und Projektbegleitung in Frastanz/Österreich selbständig tätig. Ihr Fokus liegt darauf, Erlebnisse zu kreieren, (öffentliche) Räume zu gestalten, Begegnungen zu schaffen und Möglichkeiten für Perspektivenwechsel zu bieten.

Künstlerhaus Lukas

18347 Ahrenshoop
Dorfstraße 35
Tel.: +49 38220-6940
URL: www.kuenstlerhaus-lukas.de
E-Mail: post@kuenstlerhaus-lukas.de

Weitere Veranstaltungen

31.05.2020
TAG DER OFFENEN TÜR

Offene Ateliers von 15-17 Uhr
David Kroell (Berlin) – Skulptur/Installation
Lisa Wilkens (Berlin) – Malerei/Zeichnung
Pilvi Ojala (Hämeenlinna/Finnland) – Malerei/Zeichnung
Nicole Cogiel und Julia Beck (Berlin) – Kuration Kunst und Nachhaltigkeit
Gaststipendiat*in der NES Artist Residency Skagaströnd/Island
Gaststipentiat*in der Fynsk Grafiske Verkstad Odense/Dänemark

Lesung um 17 Uhr
Doris Kouba (Hamburg) – Literatur

28.06.2020
TAG DER OFFENEN TÜR

Offene Ateliers von 15-17 Uhr
Hyunho Park (Berlin) – Skulptur/Installation
Nicole Cogiel und Julia Beck (Berlin) – Kuration Kunst und Nachhaltigkeit Vanessa Souli (Berlin) – Kuration
Gaststipendiat*in aus Malmö/Schweden

Lesungen und Tanzperformance um 17 Uhr
Isabel Cole (Berlin) – Literarische Übersetzung/Prosa
Susanne Stephan (Stuttgart) – Prosa
Cécile Bally (Berlin) – Tanz/Performance

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