ELEMENTS – Skulptur, Objekt, Installation, Video

16.12.2018 - 04.03.2019

(Eröffnung am 15.12. um 17 Uhr)

ELEMENTS

Renata de Bonis
Sebastian Gräfe
Kate Newby
Sara Pfrommer

Herzliche Einladung zur Eröffnung der Ausstellung
am Samstag, den 15. Dezember 2018 um 17 Uhr
in das Neue Kunsthaus Ahrenshoop

Begrüßung Gerlinde Creutzburg - Direktorin Künstlerhaus Lukas
Einführung Svea Kellner - Gastkuratorin der Ausstellung
Künstler*innengespräch mit den anwesenden Künstler*innen

PROGRAMM während der Öffnungszeiten:
Freitag, 28.12.2018, 15 Uhr:  Annäherung. Führung der Gastkuratorin durch die Ausstellung bei hausgemachtem Sanddornpunsch Samstag
29.12.2018, 16 Uhr: Der rechte Weg von Peter Fischli & David Weiss, 1983, 55 Min. Filmvorführung. Absurd-poetische Naturperspektiven in Bezug zum Ausstellungsbeitrag von Sebastian Gräfe. Einführung: Svea Kellner
Sonntag, 30.12.2018, 16 Uhr: Die Höhle der vergessenen Träume von Werner Herzog, 2010, 90 Min. Filmvorführung. Entdeckungen der Langsamkeit in Bezug zum Ausstellungsbeitrag von Sara Pfrommer. Einführung: Svea Kellner
Mittwoch, 02.01.2019, 15 Uhr: Die neue alte Lust an der Natur. Lesung von Auszügen aus (wieder) aktuellen Werken des Nature Writing von Henry David Thoreau bis Esther Kinsky bei hausgemachtem Sanddornpunsch

(Führung/Filmvorführung/Lesung inkl. Eintritt 5,- €, ermäßigt 3,- €)
Darüber hinaus ist die Gastkuratorin am 16., 17., 19. und 31. Dezember von 10 -13 und 14 -16 Uhr in der Ausstellung anwesend und gibt den Besucher*innen gern Auskünfte zum Projekt.

Ausstellung vom 16. Dezember 2018 bis 4. März 2019, Mi-Mo 10 -16 Uhr
22.-26. Dezember 2018 geschlossen, 1. Januar 2019 11-16 Uhr

„Das Element, die Elemente, das Elementare – vielfältige Bedeutungen klingen an, vor allem im Plural des Begriffs. Es können die Elemente der antiken Naturphilosophie Erde, Feuer, Wasser und Luft gemeint sein; oder des Daoismus, der Metall und Holz einschließt, oder des Buddhismus, der auch die Leere als Element benennt. Umgangssprachlich stehen die Elemente für die Naturgewalten in Form von Wind, Sonne oder Niederschlag sowie ihre Auswirkungen auf Landschaft und Lebensräume. Als Adjektiv elementar finden sich Synonyme wie einfach, naturverbunden, ungebändigt, ursprünglich, urwüchsig. Facetten der Elemente und des Elementaren kommen in der Gruppenausstellung Elements zum Ausdruck. Sie widmet sich künstlerischen Arbeitsweisen, die natürliche oder naturhafte Materialien und Motive beinhalten und damit das Verhältnis des Menschen zur Natur befragen. Dabei bildet Ahrenshoop einen Bezugsrahmen als Ort, mit dem Vorstellungen von Natur als Freiraum und Rückzugsort verknüpft sind. Diese Vorstellungen haben eine lange Geschichte, scheinen jedoch in Zeiten beschleunigter Technisierung und eines viele Lebensbereiche durchdringenden Rationalitäts- und Effizienzdenkens neue Relevanz zu bekommen. So wird in einem Beitrag der Publikation Sehnsucht nach Natur konstatiert, „(...) dass sich die aktuelle Sehnsucht nach Wildnis wesentlich aus dem Wunsch nach einer Gegenwelt zu einer zunehmend als reglementiert erlebten gesellschaftlichen Realität speist.“1 Ähnliche Motive finden sich bereits in der von technischem Fortschritt und gesellschaftlichen Umbrüchen geprägten Zeit des 19. Jahrhunderts, in der Natur und Wildnis von VertreterInnen der Romantik als Gegenwelt (v)erklärt wurden: „Wildnis wurde für Romantiker der Ort, an dem die Freiheit von den Zwängen einer an Technik und Rationalität orientierten Gesellschaft erfahrbar wurde (…).“2 So empfand es offenbar auch Henry David Thoreau, der mit seinem Aussteiger-Experiment 1845 am Walden Pond paradigmatisch für die Vorstellung eines unabhängigen, naturnahen Lebens steht. Sein Erfahrungsbericht Walden oder Leben in den Wäldern gilt als Klassiker und erfährt gegenwärtig im deutschsprachigen Raum neue Popularität. So erschien 2015 nicht nur eine Neuauflage des Buchs, sondern auch ein neues Outdoor-Magazin namens Walden, das jedoch in seiner konsumistischen Ausrichtung den Gedanken Thoreaus zu konterkarieren scheint.3
Die Ausstellung Elements versammelt Werke von zwei ehemaligen Stipendatinnen des Künstlerhauses Lukas und zwei GastkünstlerInnen, die sich skulptural, filmisch, fotografisch und installativ mit Phänomenen und Erscheinungsformen der Natur befassen. Sie lädt ein, über die eigene Wahrnehmung von Natur, ihre Potentiale und Grenzen als Freiraum nachzudenken.“

Svea Kellner

1  Anne Hass et al., Sehnsucht nach Wildnis. Aktuelle Bedeutungen der Wildnistypen Berg, Dschungel, Wildfluss und Stadtbrache vor dem Hintergrund einer Ideengeschichte der Wildnis, in: Thomas Kirchhoff et al.: Sehnsucht nach Natur. Über den Drang nach draußen in der heutigen Freizeitkultur, transript Verlag, Bielefeld, 2012, S. 135
2  Ebd., S. 115
3  vgl. FAZ-Rezension vom 24.05.2015,
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/rezension-des-neuen-maennermagazins-walden-13607530.html

Abbildung: Renata de Bonis „06/16/15-How do I know you are who you say you are?“, 2015, Ast, Bronze, Maße variabel

Neues Kunsthaus Ahrenshoop

18347 Ahrenshoop
Bernhard-Seitz-Weg 3a
Tel.: +49 38220 80726
URL: http://www.neues-kunsthaus-ahrenshoop.de
E-Mail: post@neues-kunsthaus-ahrenshoop.de
bis 28.06. täglich 10-18 Uhr, außer Di
03.07.–07.09. täglich 10–18 Uhr
10.09.–31.10. täglich 10–17 Uhr, außer Di
03.12.–02.2017 täglich 10–16 Uhr, außer Di

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