Detail einer Skulptur von Klaus Hack (links im Hintergrund ein Gemälde von Manfred Zoller) · Foto © Thomas Häntzschel/nordlicht

SKULPTUREN, MALEREI UND ASSEMBLAGEN · KLAUS HACK UND MANFRED ZOLLER

Ausstellung vom 18. Juni bis 30. August 2020 in der Kunstsammlung Neubrandenburg


Diese Ausstellung präsentiert mit dem Maler Manfred Zoller und dem Bildhauer Klaus Hack zwei Künstler, die 2016 erstmals in Kleinmachnow gemeinsam ausgestellt haben und nun mit ihren Werken zum vierten Mal in einen faszinierenden Dialog treten. Die Künstler kennen sich lange, schätzen das Schaffen des anderen und wohnen im Umland vom Berlin. In den Räumen der Kunstsammlung Neubrandenburg sind mit 56 Exponaten die Unterschiede, aber auch die innere Verbindung zwischen dem Schaffen dieser gestandenen Künstlerpersönlichkeiten zu erleben. Obwohl beide Künstler über eine ganz originäre und damit wiedererkennbare Handschrift verfügen, gibt es die Gemeinsamkeiten einer „gebauten Sinnlichkeit“ (Dr. Katrin Arrieta) im Ausdruck und einer Grenzüberschreitung in den künstlerischen Medien.

Von dem Maler Manfred Zoller werden 34 Exponate aus den Jahren 1992 bis in die Gegenwart gezeigt, die einen Einblick in die Vielfalt der von ihm verwendeten Techniken vermitteln: kraftvolle Gemälde, reizvolle Collagen sowie farblich und formenmäßig experimentelle Assemblagen auf Kartons, die auch seine Erkenntnisse und Anliegen aus der Zeit der Hochschullehre widerspiegeln.

Manfred Zoller (1947 geb. in Zeitz) war von 1993 bis 2013 Professor für Morphologie an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Während seines Studiums der Humanmedizin war er intensiv künstlerisch tätig und wurde bereits 1976 Kandidat im Verband Bildender Künstler der DDR. Von 1980 bis 1983 war er Meisterschüler bei Prof. Gerhard Kettner. Seine Arbeiten befinden sich in bedeutenden Kunstsammlungen. Auf Grund seiner anregenden Ergebnisse in der Lehre hatte Zoller mehrere Gastprofessuren im Ausland, in Kairo (Ägypten) und in Tokio (Japan). Der tektonische Bildaufbau der Tafelbilder wird bei Zoller von einer tiefen Farbsensibilität gehalten. Die Collagen und Assemblagen stehen mit ihrem oftmals spielerischen Charakter in engem Zusammenhang mit diesen.

Von dem Bildhauer Klaus Hack sind 22 Skulpturen und Reliefs aus verschiedenen Holzarten zu sehen, alle detailreich bearbeitet, zwischen 1997 und 2020 entstanden. Zum Auftakt beeindrucken seine lebensnahen und doch abstrahierten Figuren, darüber hinaus in einer Nische die überlebensgroße Melusine nach Theodor Fontane. In zwei Räumen sind Variationen zum Thema Altar aufgestellt und gehängt. Ein Druckstock in Form einer Trommel mit schwarzer Kupferdruckfarbe ist im Verbund mit dem Ergebnis des großen zweiteiligen Holzdruckes auf Leinwand zu erkunden. Im Verbindersaal ist das ganze Spektrum von Klaus Hacks Skulpturen in verschiedenen Größen aufgeboten: menschliche und tierische Figuren, Mischwesen, Kathedralen, Türme und Reliefs.

Der aus Franken stammende Klaus Hack (1966 geb. in Bayreuth) studierte von 1989 bis 1991 an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und anschließend bis zu seiner Meisterschülerschaft 1995 an der Hochschule der Künste in Berlin. Hacks zum Teil überlebensgroße archaische Geschöpfe und architektonische Gebilde besitzen eine sensible Körperlichkeit mit gleichzeitig starker Präsenz. Sie entstanden aus massiven bearbeiteten Baumstämmen und sind weiß gefasst. Parallel dazu entstehen Holzdrucke von so genannten Drucktrommeln und Zeichnungen.

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