Einweihung am 19.5.2018 im Rostocker Stadthafen

Ship of Tolerance

Kunstprojekt von Ilya & Emilia Kabakov als Begegnungsort

Durch Initiative der Kunsthalle Rostock kann das weltumspannendes Kunstprojekt des Künstlerehepaares Ilya & Emilia Kabakov erstmals in Deutschland gezeigt werden. Am 19. Mai 2018 wurde das rund zwanzig Meter lange Holzschiff feierlich eingeweiht und geht im Rostocker Stadthafen vor Anker.

Die Idee, ein Schiff als Kunstprojekt und Symbol für Weltoffenheit, Toleranz und Respekt zu nutzen, und durch das weltumspannende Projekt Menschen verschiedener Kulturen und Kontinente zu vereinen, setzte das Künstlerehepaar Kabakov bereits in verschiedenen Städten um, darunter New York, Moskau, Havana, Miami

Farbenfroh wölbt sich das Segel, das aus 108 gemalten Einzelbildern besteht – weitere 50 sind an den Aufbauten an Deck angebracht. Die Bilder zeigen die vielfältigsten Motive, wie Peace-Zeichen, Regenbögen, Friedenstauben, Hände verschiedener Hautfarben, Kinder. Seit Oktober 2017 hatten sich Kinder regionaler und überregionaler Schulen, integrativer Einrichtungen und diverser Vereine unter dem Stichwort Toleranz als Künstler betätigt.

Die Kabakovs lobten die Bilder der kleinen Rostocker. Von den zehn Schiffen, die seit 2005 weltweit gebaut wurden, seien die Segel in Rostock die schönsten. „Ich finde sie sehr professionell“, so Kabakov. Rund 2600 Helfer und Beteiligte hatten insgesamt 800 Segel gestaltet, die künftig regelmäßig ausgetauscht werden sollen.

Auch Schirmherrin Manuela Schwesig war zur Eröffnung gekommen: „Die Segel stehen symbolisch für die Richtung, in die wir segeln wollen: Weltoffenheit, Toleranz und Respekt“, betonte die Ministerpräsidentin. Besonders im Hinblick auf Ereignisse wie die Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen 1992 sei das Schiff ein wichtiges Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit. Bis Oktober soll das Schiff im Ludewigbecken im Rostocker Stadthafen liegen und mit wechselndem Programm als Begegnungsort dienen.

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