SCHAUM · Freiheit ist ein mega Datenvolumen

SCHAUM · FREIHEIT IST EIN MEGA DATENVOLUMEN

Aufgrund der Corona-Krise bleibt die Galerie bis auf Weiteres geschlossen.


Liebe Freundinnen und Freunde der Galerie,

Schon 2016 hat SCHAUM diese Gesichtsmaske in Schlüpferästhetik in China entdeckt und sich darüber gewundert, dass auf die bedrohliche Luftverschmutzung mit einem modischen Accessoire reagiert wird. Dieser Umwertungsmechanismus einer existentiellen Bedrohunglage war das perfekte Thema für die konzeptionelle Arbeit des Künstlergruppe. Nun hat die Zeit sie eingeholt – und auch wir müssen uns anpassen.

Wir wollen dazu beitragen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und sagen die für den morgigen Sonnabend geplante Eröffnungsveranstaltung ab.

Die Ausstellung „Freiheit ist ein mega Datenvolumen“ ist ab Sonntag 12 Uhr zu sehen und wir freuen uns über einen Besuch zu den Öffnungszeiten der Galerie, jeweils Donnerstag bis Sonntag von 12 bis 17 Uhr.

Wir planen einen mindestens gleichwertigen Ersatz: Alexandra Lotz und Tim Kellner von SCHAUM wollen nach dem 19. April zu einem Gespräch mit Führung erneut nach Putbus kommen. Dazu laden wir zu gegebener Zeit ein.

Wir danken für Ihr/Euer Verständnis und freuen uns auf ein Wiedersehen.
Susanne Burmester

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Die Künstlergruppe SCHAUM arbeitet konzeptionell mit Fotografie, Malerei, Grafik, Objekt, Installation und Performance. Dabei entwickelt sie selbst-reflexiv kritische Ansätze zu Kunst und Kultur aus dem Selbstverständnis als exemplarisch kleinste sozial-gesellschaftliche Einheit.

SCHAUM hinterfragt gesellschaftliche Erscheinungen mit unterschiedlichen Medien, die sich stets aus dem gemeinsam erstellten Konzept zum Thema ergeben. Häufig untersuchen sie Symbole, Marken, Moden und andere Zeichen der Konsumkultur, um zu zeigen, wie traditionelle Werte durch sie verändert oder sogar neu erfunden werden. SCHAUM greift Erscheinungen und deren Ästhetik auf, um Bedeutungen zu verschieben und den Kontext der Wahrnehmung zu erweitern. Dabei greift das Kollektiv häufig Aspekte der europäischen Kulturgeschichte auf und konfrontieren diese mit Phänomenen globalisierter Wirtschaftskreisläufe.

Ein Schwerpunkt der Ausstellung unter dem Titel „Freiheit ist ein mega Datenvolumen“ ist die Auseinandersetzung mit der Um- und Abwertung traditioneller Werte durch die Werbeindustrie. Das Zitat des Telekommunikationsunternehmens O2 steht beispielhaft für den Umgang damit. Es greift das Bedürfnis des Menschen nach Autonomie auf und trägt dazu bei, den universellen Anspruch zu untergraben.

Während die Vorläufer der Konzeptkunst, zu der diese Kunstpraxis gezählt werden kann, den gedanklichen Ansatz meist in minimalistische Formen überführt – setzt SCHAUM auf die sinnliche Qualität und den Witz, um sein Publikum zu erreichen. Der Eigensinn des Kollektivs besteht zudem in der formalen Offenheit gegenüber traditionellen Kunstformen. Damit beweist es deren Potential, politisch relevante Inhalte zu bearbeiten.

Wir freuen uns sehr, dass wir diese starke und in Mecklenburg-Vorpommern einzigartige künstlerische Position in Putbus vorstellen können. Die Ausstellung wird am 14. März um 17 Uhr eröffnet und ist von Donnerstag bis Sonnabend jeweils 12 bis 17 Uhr zu sehen. Zur Ausstellung erscheint ein Faltblatt mit aktuellen Informationen.

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