Ruprecht von Kaufmann · Raum IV mit Deckenobjekt · Foto: Thomas Häntzschel/nordlicht

RUPRECHT VON KAUFMANN · Die drei Prinzen von Serendip

Sonderausstellung Kunstsammlung Neubrandenburg vom 20. Juni bis 15. September 2019


Der Ausstellungstitel „Die drei Prinzen von Serendip“ beschreibt poetisch und äußerst zutreffend die Wirkung, die die Arbeiten des Malers Ruprecht von Kaufmann (*1974) entfalten: Wie in dem gleichnamigen persischen Märchen, in welchem drei Prinzen überraschende und unerwartete Entdeckungen widerfahren, geschieht dieses den Betrachtern seiner Werke. Kai Uwe Schierz, Direktor der Kunsthalle Erfurt, verglich dieses Phänomen anlässlich seiner großen Ausstellung „Die Evakuierung des Himmels“ dort 2018 mit den faszinierenden und irritierenden Filmwelten des David Lynch.

Die Kunstsammlung Neubrandenburg zeigt atmosphärisch dichte Ölgemälde, mit denen der Künstler verbunden wird und Skulpturen, die aus Schablonenresten entstanden sind, der Fokus der Ausstellung liegt jedoch auf einer zwischen 2018 und 2019 entstandenen Serie von Kohlezeichnungen. Diese ist erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die großformatigen dichten Zeichnungen sind mit Leerstellen als Bildstörungen versehenen.

Zahlreiche Werke sind der Kunstsammlung von verschiedenen privaten Leihgebern zur Verfügung gestellt worden. Zwei Arbeiten wurden von Ruprecht von Kaufmann speziell für die Ausstellung gefertigt: die großformatige Kohlezeichnung „Der Stierkämpfer“ und die Pferdeskulptur „Buck“. Ruprecht von Kaufmann gilt als einer der wichtigsten Vertreter der zeitgenössischen figurativen Malerei Deutschlands. Nicht nur in bedeutenden Sammlungen, wie die der Bundesrepublik Deutschland oder des Deutschen Bundestages, sondern auch in zahlreichen Privatsammlungen des In- und Auslandes sind seine Werke vertreten und in Ausstellungen präsent. Jüngst im Hauptquartier der UN.

Aufgewachsen in Tutzing am Starnberger See, studierte er von 1995 bis 1997 Malerei am Art Center College of Design in Los Angeles und war dort und in New York City bis 2003 erfolgreich und preisgekrönt freischaffend tätig. Er ging zurück nach Deutschland, nach Berlin, und hatte von 2012 bis 2014 eine Professur für Anatomie und Zeichnung an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig inne.

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