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THOMAS HERRMANN · LOCH IST HOFFNUNG

Kunstverein Wiligrad · Thomas Herrmann · Ohne Titel

Ausstellung vom 2. März bis 7. April in der Galerie auf Schloss Wiligrad

 

Arbeiten auf Papier, Plastiken, Objekte

Die Kunst des Cottbuser Bildhauers Thomas Herrmann (1963-1992) entwickelte sich autodidaktisch im Schwung jener Aufbruchsphase in der Kunstlandschaft der DDR, die von einer neoexpressiven Strömung getragen wurde. Seine bildhauerischen Arbeiten mit unterschiedlichsten Materialien, vor allem mit Holz und Gips, bilden das Zentrum eines Werkes, das durch existentiell verdichtete, zeichenhafte Figuren charakterisiert wird.

Gleichberechtigt stehen umfangreiche Konvolute von Zeichnungen bzw. Arbeiten auf Papier dem gegenüber. Denn sie führen weit über die Ideenfixierung im Vorfeld bildhauerischer Bestrebungen hinaus, bilden einen weiträumigen, eigenständigen Bereich, bis hin zu Grafikmappen und Künstlerbüchern. Ferner finden sich Objekte und ganze Installationen, aber auch Filme und Videos im Gesamtschaffen.

Besonders in den letzten Schaffensjahren schwillt die Produktion an und es entstehen ganze Konvolute wie der „Honiglichtblock“ oder die Mappe „Auflösung“ (1992) mit 67 Blättern. Im Gegensatz zu früheren Arbeiten offenbart sich in diesen Kleinformaten eine ungewöhnliche zeichnerische Feinheit. Bisweilen scheinen sich mit wenigen Strichen Ideen anzudeuten, die in Richtung plastischer Entwürfe weisen, doch oft fern von Figürlichkeit bleiben. Unter den Blättern sticht eine Arbeit hervor, die der Künstler mit „Loch ist Hoffnung“ betitelt.

Vielleicht verkörpern Thomas Herrmanns künstlerische Ambitionen intensive Spuren jener Umbruchsjahre, also deren Krisenbewusstsein und Hoffnungen, wie sie bei kaum einem anderen Künstler seiner Generation zu finden sind.

Diese Ausstellung ist nach der musealen Präsentation des künstlerischen Werkes im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst im Dieselkraftwerk Cottbus erstmals
im Kunstverein Wiligrad e.V. zu sehen. Gut 100 Arbeiten, vor allem aus dem Nachlass des Künstlers, wie auch einige Leihgaben aus Privatbesitz werden gezeigt. Sie bieten einen konzentrierte Einblicke in das reiche, hoffnungsvolle wie selbstkritische Beginnen eines nur rund sieben Jahre umfassenden Wirkens.

Zur Ausstellung gibt es einen 48-seitigen Katalog mit 40 Werkabbildungen.

Öffnungszeiten: Dienstag – Samstag 10-17 Uhr


 
 
 
 
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