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Logik der MACHT der Logik
Bildkünstler assoziieren ein besonderes Gedicht

Volkmar Foerster, Volkmar Foerster, Schwarz ist Weiß, 2016, Holzschnitt
Volkmar Foerster, Volkmar Foerster, Schwarz ist Weiß, 2016, Holzschnitt   

In einem Projekt der Gesellschaft MECKLENBURGICA haben 30 der bekanntesten Maler und Grafiker aus Mecklenburg und Vorpommern zu einem Gedicht von Adolf Glaßbrenners mit dem Titel „Allerhöchste Logik“ gearbeitet. Vor über 170 Jahren wurde dieses hochpolitische Gedicht des Berliner Dichters im Exil in Neustrelitz verfasste und im Lyrikband „Verbotene Lieder“ (Bern, 1844) veröffentlicht. Jeder Künstler hat mindestens vier Kleinkunstwerke in Form von Collagen, Aquarellen, Gouachen, Pastellen, Radierungen, Holzschnitten und -rissen, Graffitis, Federzeichnungen, Fettstiftzeichnungen, Frottagen u. a. m. geschaffen.

Thematisch zielen die Bilder auf die vier im Gedicht aufgeführten, nur philosophisch auflösbaren Gegensätzlichkeiten: „Wasser ist Eis“, „Ein Viereck ist ein Kreis“, „Ein Kind ist ein Greis“ und „Schwarz ist Weiß“. Auch dem übergreifenden Thema des Gedichtes - Bevormundung durch einen Allerhöchsten; Paradoxien und Unwahrheiten als Herrschaftsinstrument - haben sich einige Künstler gewidmet. Das künstlerische Ergebnis ist überraschend und außerordentlich vielseitig; die Betrachtung der mehr als 120 Bilder ist spannend.

Beteiligte Künstler
Ursula Bahr (Alt Meteln), Edith Beckmann (Plate), Caroline von Bodecker (Wittenförden), Feliks Büttner (Rostock), Barbara Ebert (Güstrow), Volkmar Förster (Banzkow/ Funkenhagen), Antje Fretwurst-Colberg (Dänholm), Friedrich-Wilhelm Fretwurst (Dänholm), Reinhard Fritz (München), Rainer Grassmuck (Neustrelitz), Werner Grimmer (Parchim), Wilko Hänsch (Hohen Viecheln), Annelise Hoge (Bergen), Horst Holinski (Zittow), Ulla Holtschneider (Vipperow), Joachim John (Frauenmark), Hilmar Koch (Krakow am See), Cornelia Kestner (Neustrelitz), Katrin Lau (Baumgarten), Sibylle Leifer (Sanz/Groß Kiesow), José Garcia y Más (Bansin), Klaus Parche (Ueckermünde), Jürgen Schäfer (Groß Brütz), Hans W. Scheibner (Maßlow), Manfried Scheithauer (Güstrow), Anneliiese Schöfbeck (Hohen Viecheln), Dietmar Schramm (Steffenshagen), Anita Schubert (Neddemin), Thomas Wageringel (Schwerin), Matthias Wegehaupt (Ueckeritz), Karin Zimmermann (Maßlow).

Ausstellung 6. Oktober – 26. November 2017
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Schleswig-Holstein-Haus
Kulturforum der Landeshauptstadt Schwerin
Puschkinstraße 12, 19055 Schwerin
Di - So 11 bis 18 Uhr


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