JOHN NOEL SMITH · Ogham

JOHN NOEL SMITH · Ogham

Ausstellung bis zum 2. März 2019 in der Galerie Born, Berlin


Die Gemälde handeln von Farben und Mustern, nähren sich aber ebenso aus der Welt selbst, aus den Formen der Natur, den Knoten, und jenen Gebilden, die in Erscheinung treten, wenn man natürliche Strukturen aus der Nähe oder mit mikroskopischen Mitteln untersucht, aus Wellen und kleinsten Teilen. Und sein Werk nährt sich aus der Idee von Verbindung und Durchbrechung, aus dem Aufeinanderstoßen oder Kreuzen der geraden und der gewölbten Linie, der Farbe, die mühelos zu benennen ist, und der Schattierungen innerhalb von Schattierungen, die viel schwerer auszumachen sind und auf die das Nervensystem mit Unbehagen reagiert.

Einige dieser Spuren wirken geradezu menschlich, wie die Wirbel und ausgeklügelten Muster in frühen irischen illuminierten Manuskripten, wie Muster in alten Steinskulpturen oder Zeichen, die Kultur oder Natur in der Landschaft hinterlassen haben. Sie verkörpern oder dramatisieren auch das menschliche Ringen um Spannung einerseits und Ruhe andererseits, zwischen dem Gewundenen, Geladenen einerseits und Ergebenheit, Hingabe andererseits.

The paintings deal with paint and pattern, but they are also deeply nourished by the world itself, by shapes in nature, by knots, by the shapes that appear when the structure of the world is closely, or microscopically, examined, by waves and particles. But the canvases are also nourished by the idea of connection and disruption, by the clash or the intersection between the straight line and the line that curls, by colour that is easily named and shades within shades that are much harder to be sure about, that hit the nervous system uneasily.

Some of the marks also suggest human marks, such as the swirls and elaborate designs in early Irish illuminated manuscripts, such as early writing, such as patterns in stonework, such as signs that have been left in the landscape by culture as much as by nature. They also embody or dramatize human struggles or the conflict between tension and ease, between what is coiled and highly charged and what has been assented to.

Text: Colm Tóibín

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