Frederik Næblerød, Lone Haugaard Madsen und Asger Harbou Gjerdevik (von links nach rechts) beim Aufbau der Ausstellung

IN FULL SUNLIGHT · Aktuelle Positionen aus Dänemark

Ausstellung vom 16. November 2019 bis 19. Januar 2020 im Kunstverein für Mecklenburg und Vorpommern in Schwerin e.V. / Kunsthalle im E-Werk


Asger Harbou Gjerdevik · Lone Haugaard Madsen · Frederik Næblerød

Kunstverein Schwerin zeigt junge Malerei aus Dänemark

Die Gruppenschau "In full sunlight" zeigt aktuelle Malerei und Installationen aus Dänemark, die in ihren Erscheinungsformen einen Bogen spannen von minimalistischer Abstraktion zu Spielarten neuer Figuration wie das „new bad painting“. Ziel ist dabei keine oberflächliche Gegenüberstellung dieser künstlerischen Ansätze, sondern ein Hinweis auf die Gleichzeitigkeit dieser Experimentierfelder innerhalb der aktuellen dänischen Kunst.

Eine feinsinnige Reduktion malerischer Elemente und künstlerischer Mittel sind in der Ausstellung vertreten mit den abstrakten, minimalistisch bearbeiteten Leinwänden von Lone Haugaard Madsen (*1974) und ihren ebenfalls minimalistischen, doch gleichermaßen ‘emotionalen‘ Installationen, in denen sie unter anderem ausrangierte, gefundene Objekte arrangiert.

Einen offensichtlichen Kontrast dazu bilden die farbintensiven Arbeiten von Frederik Næblerød (*1988) und Asger Harbou Gjerdevik (*1986). Entsprechend dem künstlerischen Ansatz des „bad paintings“ – im Sinne eines bewusst lockeren, konsequent von normativen Vorgaben befreiten Malstils – verwenden beide eine je eigenständige skizzenhaft abstrahierte Bildsprache.
In seinen expressiven Gemälden und Zeichnungen stellt Frederik Næblerød auf entschlossen plakative Weise Bezüge zu gesellschaftlichen Themen und zur Dingwelt her: ein Fischerbot, eine Gieskanne, ein Vogel. Nicht selten kippen die stark vereinfachten figurativen Darstellungen ins Phantastische und Groteske.

Auf mehreren Ebenen hingegen kombiniert Asger Harbou Gjerdevik auf seinen großformatigen Leinwänden in collageartiger Überlagerung figurative Inhalte mit abstrakten Farbelementen und eingeklebten Materialien. Durch die Fülle an miteinander in Bezug gesetzter Elemente und teils szenischer Darstellungen generiert er visuelle Komplexität und die Suggestion eines surreal-narrativen Gehaltes.

In der aktuellen dänischen Kunst stehen sich Abstraktes und Konkretes, bildhafte und expressive Figuration nicht nur in ihrer Simultanität gegenüber. Im kommentierenden Rückgriff auf die diversen Pre-/Modernismen werden diese in ein neues Verhältnis gebracht und reagieren miteinander.

Weitere Informationen

Newsletter | Impressum | Kontakt | Mitglieder Login