Gunilla Jähnichen · BFF

GUNILLA JÄNICHEN · GHOSTING und DANIELA RISCH · AS THE CROW FLIES

Ausstellungseröffnung am 9. März 2019 um 17 Uhr in der Galerie Susanna Burmester · CIRCUS EINS · Putbus auf Rügen


Zu sehen sind Malerei und Zeichnungen von Gunilla Jähnichen aus Berlin.
Von Daniela Risch aus Essen zeigen wir Zeichnungen und eine Serie ihrer Fotografien.

Ihre Anregungen bezieht Gunilla Jähnichen aus Comics, den Erzählwelten Murakamis oder den Bildern Paula Modersohn-Beckers. Immer wieder durchkreuzt sie ihren eigenen Bildentwurf und die Erwartungen des Betrachters mit störenden Elementen. Sie setzt Farben ein, die als brav gelten, malt nur Punkte, obwohl sie besonders gut Augen malen kann und nutzt die Idylle, um hinter der Oberfläche das Unheil zu beschwören.

Ihre Bilder oszillieren zwischen extrem naiv und bitterböse. Als Malerin und Zeichnerin ist Gunilla Jähnichen nicht daran interessiert, Bildwelten auszubreiten, die uns eine Geschichte erzählen. Ihr geht es vielmehr darum, mit malerischen Mitteln Freiräume zu schaffen, in denen das Andere – was auch immer es sei – eintreten kann.

Gunilla Jähnichen wurde 1972 in Stade in Niedersachsen geboren. Nach einem Studium der Freien Kunst an der Fachhochschule Hannover, studierte sie an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg bei Stanley Brouwn und Werner Büttner. Arbeitsaufenthalte führten sie nach Reykjavik und New York, heute lebt die Künstlerin in Berlin.

Ihr Werk befindet sich in bedeutenden Sammlungen, darunter die Sammlungen Julia Stoschek und Rusche. Zu ihren letzten Ausstellungen gehörten Einzelausstellungen in der Galerie Hübner & Hübner, Frankfurt am Main und in der Galerie 21, Malmö [SE].

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Daniela Risch folgt in ihrer Arbeit jeweils einem spezifischen Konzept, das sie aus ihrer Herangehensweise oder den künstlerischen Mitteln heraus entwickelt. Auf diese Weise entstehen poetisch abstrakte Zeichnungen, die stets eine Spur des Realen mit sich tragen und die Freiheit im begrenzten Raum technischer Bedingungen suchen.

Während die Künstlerin in ihren fotografischen und filmischen Arbeiten den öffentlichen Raum als Beschränkung zeigt, erörtert sie in ihren Zeichnungen die Freiräume, die sich hinter jeder Gesetzmäßigkeit auftun könnten – diese Haltung macht ihre Arbeiten politisch.

Daniela Risch hat an der Ostkreuzschule für Fotografie Berlin bei Ute Mahler studiert. Nach einem Diplomstudium an der Kunsthochschule für Medien Köln, hat sie ein Masterstudium an der Folkwang Universität der Künste Essen absolviert. Die Künstlerin lebt in Essen und Greifswald, wo sie als Mitarbeiterin am Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald im Bereich Bildende Kunst lehrt. 2018 reiste die Künstlerin als Stipendiatin der „ruhr residence“ der „KunstVereineRuhr“ nach Brüssel.

Während ihres Aufenthaltes als Stipendiatin im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf 2017 entdeckte sie das Medium der Zeichnung für sich. Ihre Werke waren unter anderem in Ausstellungen im Kunstmuseum Bonn, in der Kunsthalle Nürnberg, im Kunstpalast Düsseldorf, in der Bundeskunsthalle Bonn, der Kunsthalle Recklinghausen und im Museum Folkwang Essen vertreten.

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