Alfred Heth · Denkende Stühle | Repro J. Lehmann

ALFRED HETH · Metamorphosen eines Schaffenden

Ausstellung im Schleswig-Holstein-Haus Schwerin bis zum 24. März 2019 verlängert


In der Galerie des Schleswig-Holstein-Hauses wird derzeit eine Ausstellung der Stiftung Mecklenburg und der Stadt Schwerin gezeigt, die mit Jutta Heth aus Wismar gemeinsam realisiert wurde. Sie vereint Grafiken, Gemälde und Plastiken von Alfred Heth (1947 - 2013). Der aus der Schaalsee-Region stammende Sohn bessarabischer Vertriebener lebte und wirkte hauptsächlich in Wismar. Seine Werke, die sich der Einordnung entziehen, entsprachen in der DDR nicht den sozialistischen Vorstellungen. Alfred Heth erfuhr Ablehnung und Überwachung und schuf in relativer Zurückgezogenheit ein vielseitiges Oeuvre. Im Zentrum steht der Mensch mit seinem Leben und Vergehen, seiner Abstammung und seinen Beziehungen sowie seiner stetigen Verwandlung. Von Beginn an beschäftigte Heth sich immer wieder mit dem Gesicht als Projektionsfläche und als Spiegel, der Beziehungen offenbart. Spannend dabei ist seine Auseinandersetzung mit Farben, Formen und den verschiedensten Materialien wie Draht, Wellpappe, Zeitungspapier oder Mullbinden. Köpfe sind umwickelt und zugekleistert, Figuren sind verbogen, gedrückt oder geritzt. Studienartige Arbeiten lesen sich als Zeichen für Verwandlung und Vergänglichkeit. Werke wie „Erinnerung an eine Sippe“ oder Grafiken mit Maschendrahtkörpern wecken Assoziationen an frühere Kulturen.

Geöffnet ist die Ausstellung dienstags bis sonntags von 11-18 Uhr

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